Abnehmen mit dem Hormon Leptin

Abnehmen mit dem Hormon Leptin

Kohldiät, Eiweißdiät, Kartoffeldiät, Sauerkrautdiät, Reduktionsdiät – Rezeptpläne, bei denen jede Kalorie einzeln zählt. Es gibt sie hundertfach, die mehr oder weniger erfolgreichen Geheimrezepte für die schlankere Figur. Mühsam kämpft man mit Appetitzüglern, negativen Erfahrungen und gegen den eigenen Hunger. Gerade das ständige Gefühl, hungrig zu sein, verhindert oft den Erfolg. Da purzeln nicht die Pfunde, sondern nur die Motivation. Warum also nicht genau hier ansetzen? Schließlich verfügen wir über eine körpereigene Hungerbremse, die clever eingesetzt werden könnte, wenn wir mehr über sie wüssten: Leptin.

Was ist Leptin und was bewirkt es?

Leptin ist eiDNA-Leptin Hormonn sogenanntes Proteohormon, also ein fettunlösliches Hormon mit Eiweißstruktur. Die Leptin-Herstellung erfolgt überwiegend in den Körperfettzellen und hemmt unser Hungergefühl. Leptin wirkt dabei regulierend auf den Fettstoffwechsel. Das Proteohormon gelangt über den Blutkreislauf zum Hypothalamus, einer wichtigen Schaltstelle in unserem Gehirn. Dort werden die Stoffwechselvorgänge gemanagt.

Leptin informiert darüber, wo Fettdepots warten und wann sie in Angriff zu nehmen sind. Es motiviert den Körper, seine Fettverbrennung hochzufahren und löst gleichzeitig das Sättigungsgefühl aus. Der Stoffwechsel wird angekurbelt, sodass zum reduzierten Hungergefühl eine verbesserte Verstoffwechslung der Nahrung kommt. Neben einer senkenden Wirkung auf das Gewicht erfolgt so auch eine gesteigerte Verwertung der Inhaltsstoffe, was Sie bei entsprechender Auswahl der Lebensmittel gesünder und vitaler werden lässt.

Ein hoher Leptinwert pusht gleichzeitig den Blutdruck, die Muskelspannung und unsere Herzfrequenz. Auch sexuelle Lust und Fruchtbarkeit werden gesteigert. Bei einer Reduktion des Hormons Leptin können umgekehrt Herzfrequenz, Muskelspannung und Blutdruck nachlassen. Das führt zu verminderter sexueller Lust bis zu Unregelmäßigkeiten im weiblichen Zyklus, einer Verlangsamung des Stoffwechsels und höherem Risiko von Gewichtszunahme.

Das Geheimnis liegt also darin, den Leptinspiegel stets auf einem möglichst gleichbleibenden Wert zu halten. Dazu brauchen Sie kein Medikament und keine homöopathischen Globuli. Sie können den Leptin-Spiegel u. a. ganz einfach durch clevere Ernährung steuern.

Leptin und Abnehmen

Der Trick einer Leptin Diät für die eigene Gewichtsreduktion liegt im natürlichen Regelkreislauf des Hormons. Wer sein Gewicht schnell und leicht mit Leptin reduzieren will, muss wissen, wie dieser Kreislauf funktioniert.

Auch wenn eine hohe Leptin-Konzentration Ihre Fettreserven sehr effektiv in Angriff nimmt, schmilzt sie wie Eis in der Sonne, sobald die Fettdepots beginnen zu schmelzen. Das Fatale daran: Wenn die Leptin-Rezeptoren schlappmachen, bedeutet das viel Hunger. Fällt man dann wieder heißhungrig über den Kühlschrank her, war die Mühe schnell umsonst. Aber auch wenn man weiterhin bei kalorien- und fettreduzierten Gerichten bleibt, stellt sich bald eine Verlangsamung der Gewichtsabnahme ein. Der Körper hat sich daran gewöhnt, auf Sparflamme verköstigt zu werden. Die Wirkung des Hormons Leptin ist nicht mehr gegeben.

Die Lösung: Wer seinen Stoffwechsel wieder zu verstärkter Aktivität anheizen möchte, nimmt sich einen Tag Urlaub vom Abnehmen und legt einen Schlemmertag ein. Durch geeignete Rezepte kann man so seine Leptin-Produktion ankurbeln und den Leptin-Spiegel erhöhen, dass die Fettdepots wieder kleiner werden. Wer nicht zu sehr in alte Muster verfallen will, sollte seinen Schlemmertag rechtzeitig einlegen, also unbedingt, bevor der Heißhunger zuschlägt. Wenn sich heftige Stimmungsschwankungen, Einschlafstörungen und Erfolglosigkeit im Kampf gegen die Pfunde einstellen, geben Sie Ihrem Abnehmplan am besten schleunigst frei.

Wirkt Leptin bei jedem Menschen gewichtsreduzierend?

Da jeder das Hormon in sich trägt, sollte die Antwort auf diese Frage ein einfaches „Ja“ sein. In Studien wurde jedoch festgestellt, dass einige Übergewichtige nur wenig oder gar keinen Effekt (mehr) verspüren. Besonders bei stark Fettleibigen zeigt sich eine deutliche Resistenz gegenüber Leptin. Dies ist jedoch kein Mangel, der von Geburt an besteht, sondern viel mehr eine erworbene Reaktion. Eine Resistenz unterbindet den Leptin-Kreislauf im Körper.

Um herauszufinden, wie es sein kann, dass bei einigen Menschen der Regelkreislauf ohne Probleme funktioniert und andere keinerlei Reaktionen auf Leptin zeigen, wurden Tierversuche durchgeführt. Nachdem die Hormone bei den Tieren erst tagelang stark erhöht wurden, teilte man diese in zwei Gruppen ein. Die eine Gruppe bekam das übliche Futter, die zweite Gruppe erhielt stark fetthaltige Nahrung. Das Ergebnis war eindeutig: Die zweite Gruppe, die sehr fettreich gefüttert wurde, legte in wenigen Tagen heftig an Gewicht zu, während die anderen Tiere ihr Gewicht hielten.

Das Fazit: Eine stark fettreiche Ernährung torpediert die gewichtsregulierende Wirkung des Hormons Leptin. Auf den Menschen übertragen gilt: Bei dauerhafter Ernährung mit vielen Fetten und Glucose kann der Körper eine Resistenz ausbilden. Ob Sie nun versuchen, die Leptin-Produktion anzukurbeln beziehungsweise den Leptin-Spiegel zu erhöhen oder nicht – es wirkt einfach nicht mehr.

Mit Sport den Leptinspiegel erhöhen?

Zuerst die schlechte Nachricht: Wer bereits eine Resistenz ausgebildet hat und dennoch abnehmen möchte, muss das Hormon erst wieder so richtig in Schwung bringen, d. h. den Leptin-Spiegel steigern. Und während viele Betroffene bereits unter einer notwendigen Nahrungsumstellung leiden, spielt jetzt ein noch unbeliebteres Wort die Hauptrolle, nämlich Sport. In neuesten Untersuchungen haben Wissenschaftler festgestellt, dass bei einer bestehenden Leptin-Resistenz das Hormon erst wieder animiert werden muss.

Wie erhöhe ich den Leptin-Spiegel oder die Leptin-Konzentration? Dabei hilft definitiv sportliche Betätigung. Zwar sind hier weder anstrengende Bergtouren noch ein Iron Man gemeint, aber erst regelmäßige Bewegung animiert unser Hormon wieder und steigert den Leptin-Spiegel, seine Arbeit aufzunehmen.

Sport sollte bei übergewichtigen oder adipösen Personen idealerweise unter Anleitung eines Trainers erfolgen. So vermeiden Sie es, falsche Bewegungen einzuüben und überlasten das Herz-/Kreislaufsystem nicht. Suchen Sie sich am besten eine Sportart, welche möglichst flexibel in Ihren Tagesablauf einzufügen ist. Wenn Sie in der Nähe eines Parks oder an einem Waldstück leben, ist bereits rasches Spazierengehen oder eine Runde Nordic Walking ideal, um Ihr Leptin wieder aufzuwecken. Wer lieber in das Fitnessstudio um die Ecke geht, kann dort unter Anleitung auf einem Laufband oder sonstigen passenden Fitnessgeräten arbeiten. Perfekt sind auch leichte Ausdauersportarten wie Schwimmen oder Rad fahren, zumal man sie immer und überall ausüben kann. Wer sich dabei noch gesund ernährt, erhöht den Leptin-Spiegel unmittelbar.

Die Hauptsache ist, dass Sie sich zunächst bewegen, um den Leptin-Spiegel im Körper zu erhöhen und Ihrem Hormon das Signal geben, wieder aktiv zu werden. So können Sie schnell die Leptin-Konzentration steigern.

Seien Sie bei Ihrer Aktivität jedoch moderat, damit der Körper statt sinnvoller Bewegung nicht Stress empfindet. Stress würde zur Ausschüttung von Kortisol führen und gleichzeitig den Leptin-Spiegel senken.

Was bewirkt Kortisol in meinem Körper? Es ist verantwortlich für eine rasche Verfettung. Durch dieses körpereigene Hormon werden Fettsäuren aus den Fettzellen freigesetzt. Werden diese Fettsäuren nicht durch angemessene Bewegung verbraucht, lagern sie sich wieder in den Fettzellen ein und werden direkt zu Fett umgewandelt. Zudem reduziert ein zu hoher Kortisolspiegel das Protein und die Bemuskelung des Körpers, was jedoch häufig aufgrund des überlagernden Fettes nicht oder erst sehr spät erkannt wird.

Fazit: Ohne Bewegung ist keine figurfreundliche Nutzung des Hormons möglich. Jedoch muss diese angemessen und in Maßen erfolgen.

Wo kann ich mir das Leptin kaufen?

Sie sind nicht gerade begeistert von dem Gedanken, Sport treiben zu müssen? Die einfachste Lösung gegen den Leptin-Mangel wäre sicher die künstliche Steigerung des Hormons. Wer Leptin in konzentrierter Form zu sich nehmen möchte, kann es sich ganz einfach – nach Rücksprache mit dem Hausarzt – kaufen und spritzen lassen oder es als Tabletten einnehmen. Der Trick dabei ist, dass man dem Körper so täglich seine Ration zuführen und bei Bedarf steigern bzw. gleichbleibend hochhalten kann. Dadurch vermeidet man schnelle Heißhungerattacken, die ein niedriger Leptin-Spiegel auslösen könnte. Im Internet können Sie eine Vielzahl an Nahrungsergänzungsmitteln zu diesem Hormon bestellen.

Leider ist die Lösung nicht so einfach, wie es scheint. Zwar gibt es durchaus eine künstliche Leptin-Herstellung und Sie können die Produkte auch kaufen, aber da das Hormon auf Protein basiert, wird es ganz einfach verdaut, sobald man es schluckt. Die Einnahme als Tabletten oder Tropfenlösung ist also sinnlos. Die Verabreichung durch Spritzen funktioniert dagegen sehr gut. Der Nachteil an der Sache ist, dass diese Variante sehr teuer und bei täglicher Anwendung kaum bezahlbar ist.

Viel effektiver und wesentlich erschwinglicher ist es, das Hormon in Ihrem Körper über die Ernährung zu aktivieren, wie bereits beschrieben. Sie tun damit etwas für die nachhaltige Gewichtsabnahme und gleichzeitig viel für Ihr weiteres Wohlbefinden. 

So pushen Sie Ihr Leptin und Ihre Figur auf clevere Art

  1. Essen Sie ausreichend, aber das Richtige! Ja, Sie haben richtig gelesen: Essen Sie und wählen Sie aus unseren Rezepten solche aus, die in Ihnen die Lust auf Kochen und Genießen wecken. Alle unsere Gerichte sind kalorienreduziert und verfügen dennoch über die Nährstoffe, die der Körper braucht. Sie haben dabei gleichzeitig Ihr Leptin im Griff und das Hormon, das für das Hungergefühl zuständig ist. Bei intensivem Hungern wird nämlich auch verstärkt das Hormon Ghrelin gebildet, das sofort heftig zum Essen ruft. Da kommt ein Sättigungsgefühl gerade recht.

Hier finden Sie eine Liste wichtiger Lebensmittel rund um das Thema Leptin. Greifen Sie zu!

  • Viel Gemüse: Kohl, Brokkoli, Artischocke und Co. kurbeln durch Ballaststoffe Ihre Verdauung und Fettverbrennung an.
  • Nüsse: Zinkhaltige Paranüsse, Erdnüsse oder Walnüsse enthalten viele wichtige Nährstoffe zur Stärkung des Immunsystems.
  • Leinsamen: Mit einem hohen Gehalt an essenziellen Fettsäuren ist Leinsamen der reinste Balsam für den Körper und fördert die natürliche Entschlackung.
  • Frische, tiefgefrorene oder getrocknete Kräuter und Gewürze: Sie verleihen den Gerichten nicht nur den gewissen Pfiff, sondern regen auch den Stoffwechsel an.
  • Helles Fleisch, Rindfleisch und fetter Fisch: Geflügel, Rindfleisch, Lamm oder Lachs, Sardinen, Makrelen enthalten viele gesunde Inhaltsstoffe und stärken den gesamten Organismus.
  • Eier: Sie beinhalten Cholin, einen Stoff, der den Fettabbau fördert und den Fett verbrennenden Botenstoff Acetylcholin herstellt.
  • Grüner Tee und Sauerkrautsaft: Diese Getränke verbessern den Fettstoffwechsel im Körper und sorgen für Vitalität. Der Sauerkrautsaft regt durch Milchsäurebakterien die Verdauung an, Ihr Körper kann behutsam entschlacken und Sie fühlen sich schnell fit und attraktiv.
  • Kokosmilch beinhaltet Triglyceride, also Blutfette, die den Stoffwechsel und die Schilddrüsenaktivität anregen.
  1. Bewegen Sie sich! Abnehmen ist auf konservative Art auch ohne sportliche Aktivitäten möglich. Wer aber verhindern will, dass ein Gewöhnungseffekt eintritt, sein Hormon wirkungslos und die Leptin-Rezeptoren ein wenig faul werden, sollte sich angepasst bewegen. Ob Jogging, Schwimmen, Nordic Walking oder Radfahren – tun Sie das, was Ihnen Spaß macht. Und machen Sie es mäßig, aber regelmäßig. Denn wer sich exzessiv in den Sport stürzt, pusht seinen Kortisolwert zu hoch. Dieser verleitet zum Stress-Essen und schwächt den Körper. Dann bauen sich nicht die Fettdepots, sondern Ihre Muskeln inklusive Ihrer guten Laune ab.
  2. Schlafen Sie ausreichend! Wer ausreichend schläft, schafft beste Bedingungen. Und Sie halten damit den Gegenspieler, das Ghrelin, in Schach. Studien belegen, dass wenig Schlaf zu vermehrter Ghrelin-Produktion führt. Heißhungerattacken sind dann quasi vorprogrammiert.
  3. Meiden Sie Stress! Stress bewirkt eine verstärkte Kortisolausschüttung, die für jede Gewichtsabnahme kontraproduktiv ist. Darunter leidet auch Ihr Leptin-Spiegel.
  4. Motivieren Sie sich! Die Nahrungsumstellung und ein moderates Sportprogramm, um Ihre Leptin-Rezeptoren in Schwung zu bringen, erfordern Durchhaltevermögen und ein klares Ziel. Motivieren Sie sich regelmäßig, indem Sie sich selbst belohnen. Setzen Sie sich Wochenziele. Wieder eines erreicht? Dann ist heute vielleicht ein netter Kinoabend angesagt – ohne die Popcorntüte versteht sich.
  5. Halten Sie Ihr Leptin ganz natürlich hoch! Statt auf Kapseln oder Hormonspritzen sollten Sie auf eine natürliche gesunde Ernährung und Anregung durch Bewegung setzen.

Was tun bei Leptin Resistenz?

Die Erkenntnisse der Wissenschaftler zeigen, dass unser körpereigenes Hormon nur sinnvoll zum Zug kommt, wenn wir es mit gesunder Ernährung unterstützen. Stellt man seine Ernährung nicht um, rächt sich das sehr schnell, denn dann ist die Wirkung des Leptin kontraproduktiv, denn es fördert Übergewicht sogar. Zucker und Fette sollten also in unserem Leben nur eine Nebenrolle spielen. Die Hauptrolle haben eindeutig gesunde Nahrungsmittel wie Gemüse und Obst.

Aber auch hier gibt es gute und schlechte Mitspieler. So gehören Bananen zwar zweifelsohne zu den beliebtesten Obstsorten, verbergen unter ihrer fröhlich gelben Schale aber auch reichlich Zucker. Daher sind Bananen nicht gerade figurfreundlich und ihr Genuss sollte im Zusammenhang mit einer Leptin Resistenz auf später vertagt werden.

Das gilt auch für Lebensmittel und Gerichte, wie diese:

  • alle Weißmehlprodukte,
  • Nudeln, Reis,
  • Süßigkeiten,
  • Früchte mit hohem Zuckergehalt wie Trauben, Bananen,
  • stark gesüßte Getränke wie Cola, Limonade, Obstsäfte, Bier und Biermixgetränke,
  • da aktuell auch Kohlensäure in den Verdacht gekommen ist, Übergewicht zu fördern, sollte stattdessen stilles Wasser auf der Tagesordnung stehen,
  • raffiniertes Öl, fettreiche Speisen und Fertiggerichte.

Grundsätzlich sollten sich nur wenige Kohlenhydrate im Speiseplan wiederfinden, da diese die Leptin-Konzentration senken. Das verursacht eine Leptin-Resistenz, führt zu Hunger und erschwert die Gewichtsreduktion enorm. Mit einem Plan, der auf gesunde und möglichst fett- und zuckerarme Lebensmittel aufgebaut ist, sind beste Voraussetzungen geschaffen, um Ihr Gewicht zu regulieren.

Worin ist das Hormon enthalten? Einige Lebensmittel enthalten Leptin entweder selbst oder schaffen zumindest eine erhöhte Leptinsensitivität. Dazu gehören:

  • kalt gepresste hochwertige Öle, wie Raps-/Lein- oder Schwarzkümmelöl,
  • Fischsorten, die u. a. sehr gesunde Omega-3-Fettsäuren enthalten, so wie Lachs, Sardinen, Makrelen,
  • Gemüsesorten wie Erbsen, Linsen, Brokkoli, Zucchini, Spinat oder Bohnen,
  • Obstsorten wie Äpfel, Erdbeeren, Himbeeren, Melone und Heidelbeeren,
  • Nüsse, die mit einem hohen Gehalt an gesunden Fettsäuren und Proteinen punkten können.